ZAHLEN UND FAKTEN ZUM WOCHENENDE AUF DEM RED BULL RING

Ultraknappe Entscheidungen, schnelle Rennen und persönliche Highlights: Zahltag nach der Premiere auf dem Red Bull Ring in Österreich.

Premiere: Der Red Bull Ring ist die neunte unterschiedliche Strecke und der achte Austragungsort in der Geschichte des ADAC Tourenwagen Junior Cup. Österreich ist nach Deutschland, den Niederlanden und Belgien das vierte Land, das einen Lauf der Nachwuchsserie ausrichtet.

Halbzeitmeister: Julian Konrad (KONRAD-Motorsport) geht mit 133 Punkten als Halbzeitmeister in die Sommerpause. Durch den Doppelsieg von Mike Müller (TOPCAR sport) ist sein Vorsprung jedoch auf zehn Punkte geschmolzen – Spannung für die zweite Saisonhälfte ist garantiert.

Doppelschlag I: Finn Niklas Wollnik (Georg Motorsport) tat es Julian Konrad gleich und holte sich nach seiner Premieren-Pole gleich die zweite am nächsten Tag hinterher. Der 16-Jährige ist der 18. Polesetter der Serie und übersprang den sechsten Platz gleich. Mit zwei Poles liegt er gleichauf mit Leonard Heidegger, Elias Olsen, Florian Vietze, Mattis Pluschkell, Tim Melzer und Maxim Felix Dacher auf dem fünften Platz der ewigen Bestenliste.

Enge und schnelle Qualifyings
Enge Kiste I: 0,005 Sekunden sind neuer Rekord im ADAC Tourenwagen Junior Cup. Wollniks Pole am Samstag vor Müller kam mit dem knappsten Vorsprung zustande, den es je in der Geschichte des ADAC Nachwuchscups gegeben hat. Damit wurden die 0,013 Sekunden von Elias Olsen auf Leon Arndt aus dem zweiten Qualifying in Oschersleben 2022 noch einmal deutlich unterboten.

Schnell unterwegs I: Dank der Highspeed-Charakteristik des Red Bull Rings sicherte sich Wollnik am Samstag mit einem Schnitt von 134,77 km/h die zunächst viertschnellste Pole-Runde der Cup-Historie. Am Sonntag schob er diese gleich auf Platz fünf zurück: 135,19 km/h bedeuten Platz drei in der Highspeed-Statistik knapp vor Maxim Felix Dacher (Assen 2024; 135,09 km/h). Nur Mike Müllers Spa-Poles 2024 (140,82 und 140,97 km/h) liegen noch darüber. Möglicher Herausforderer: Der Salzburgring, der als nächstes ansteht.

Ausgerissen: Die beiden Poles bedeuten auch die Poles Nummer fünf und sechs für Georg Motorsport. Das Team rund um Tibor Georg steht nun allein auf dem dritten Platz der ewigen Bestenliste, nur eine Pole hinter TOPCAR sport. Damit wurde eine kuriose Situation aufgelöst: Da Georg Motorsport bis zum Freitag eines von sechs Teams mit vier Pole-Positions war, hatten sich die neun Teams, die bislang Poles im ADAC Nachwuchscup herausgefahren haben, lediglich vier Plätze geteilt. Nun sind es fünf.

Sieges- und Podiumsrekorde
Doppelschlag II: Mit seinen beiden Siegen in Spielberg zieht Mike Müller mit Leon Arndt gleich: Beide führen nun mit acht Karrieresiegen die ewige Bestenliste an. Müller hat in der laufenden Saison noch sechs Chancen, alleiniger Rekordhalter zu werden.

Auf Augenhöhe: TOPCAR sport hat seinerseits nun Dörr Motorsport bei den Teams eingeholt. Beide Mannschaften liegen mit acht Siegen nun auf dem geteilten zweiten Rang hinter KONRAD-Motorsport, das mit 16 Erfolgen weiterhin führend ist.

Konstanter Schampus: Julian Konrad hat es geschafft. Mit zwei zweiten Plätzen baute der 17-Jährige seine Podiumsserie auf acht Rennen in Folge aus. Damit zieht er mit Fabio Rauer gleich, der diesen Rekord 2022 aufgestellt hatte. Die letzte Nicht-Podiumsplatzierung datiert vom zweiten Assen-Rennen 2024 (Platz sechs). Am Salzburgring winkt ein neuer Alleinrekord.

Enges und schnelles Rennen
Enge Kiste II: Nur 0,024 Sekunden trennten Müller und Konrad im zweiten Rennen – das zweitengste Zielphoto der Seriengeschichte. Erst dreimal wurde ein Rennen mit weniger als einer Zehntelsekunde entschieden. An der Spitze dieser Statistik bleibt das Oschersleben-Finale 2021: Daniel Gregor gewann damals mit 0,015 Sekunden vor Florian Vietze.

Schneller Sieger: Mit einem Schnitt von 132,71 km/h fuhr Mike Müller am Sonntag das drittschnellste Rennen der Cup-Geschichte. Nur Assen 2024 (132,80 km/h) und erneut Müller in Spa 2024 (138,18 km/h) waren schneller. Das Samstagsrennen lief wegen des Safety-Cars nicht in die Top 10 in dieser Statistik ein.

Persönliche Bestmarken
Persönliche Bestleistung I: Bruno Görtz (Geparda Racing) erreichte mit Platz vier am Samstag sein bislang bestes Resultat. Mit Rang fünf am Sonntag bestätigte er die starke Form – ebenso wie sein Team.

Persönliche Bestleistung II: Ben Bendler (Georg Motorsport) egalisierte am Samstag mit Rang fünf seine bisherige Bestleistung aus Oschersleben. Mit Platz acht am Sonntag punktete er erneut – Spielberg war damit sein bislang erfolgreichstes Rennwochenende nach Punkten.

Persönliche Bestleistung III: Rookie Matti Klasen (KONRAD-Motorsport) verbesserte sein bestes Ergebnis seiner noch jungen Karriere am Samstag auf Platz sieben.

Persönliche Bestleistung IV: Moritz Groneck (KONRAD-Motorsport) stand in Spielberg erneut auf dem Podium: Mit dem seinem dritten Platz wiederholte der jüngste Fahrer im Feld seine Bestleistung vom Nürburgring und unterstrich damit seine Ambitionen, jüngster Sieger der Seriengeschichte zu werden.