ZAHLEN UND FAKTEN ZUM RENNWOCHENENDE AUF DEM RED BULL RING

Zum dritten Mal in der Seriengeschichte die Idealpunktzahl von 52 Zählern, drei Siege in Folge und ein doppeltes Doppel: Das Rennwochenende auf dem Red Bull Ring stand ganz im Zeichen von Moritz Groneck (H&R Das Juniorteam! - PT Sports by Up2race), der in der Steiermark fette Beute in den Statistikbüchern machte.

Groneck-Express rollt: Moritz Groneck war der unumstrittene Mann des Wochenendes in Spielberg. Mit zwei Pole-Positions und zwei Siegen sicherte er sich das Maximum von 52 Punkten. Damit meldet er sich im Titelkampf der Saison 2026 eindrucksvoll zurück und verkürzte den Rückstand auf Tabellenführer Alex Mohr (TOPCAR sport) auf nur noch 13 Zähler.

Dritter Grand Slam: Das Kunststück, zwei Poles und zwei Siege an einem Wochenende einzufahren und damit den „Grand Slam“ zu holen, haben vor Groneck erst zwei Fahrer geschafft – ironischerweise saisonübergreifend direkt hintereinander. Cedric Fuchs dominierte bei seinem Titelgewinn 2024 das Finalwochenende auf dem Nürburgring. Beim Saisonauftakt in Oschersleben 2025 holte dann Julian Konrad 52 Punkte und legte damit ein solides Fundament für seinen späteren Titel.

Hattrick: Ebenfalls zum dritten Mal in der Historie des ADAC Tourenwagen Junior Cup gibt es zudem einen Sieghattrick zu feiern, nachdem Groneck zuvor bereits das Sonntagsrennen auf dem Nürburgring gewonnen hatte. Dies gelang zuvor lediglich Leon Arndt (Lausitzring und Nürburgring 2022) sowie Mike Müller, der 2025 ebenfalls das Doppel auf dem Red Bull Ring holte und einen Sieg auf dem Salzburgring folgen ließ. Beim kommenden Samstagsrennen in Oschersleben hat Groneck nun die Chance, einen neuen alleinigen Rekord für die längste Siegesserie aufzustellen.

Gronecks rascher Vormarsch
Chartstürmer: Mit den beiden Qualifying-Bestzeiten hat sich Groneck in der ewigen Bestenliste der Serie auf Platz zwei vorgearbeitet, wo er nun punktgleich mit Julian Konrad liegt. Damit könnte der Rekord von Mike Müller mit neun Poles in dieser Saison noch wackeln. Seine beiden Triumphe bringen Groneck zudem den alleinigen dritten Platz in der ewigen Siegerliste hinter Müller (9) und Arndt (8) ein; in beiden Statistiken steht er nun bei jeweils sechs Erfolgen.

Erfolgreiche Teams: H&R Das Juniorteam! rangiert mit nun acht Poles auf Platz drei der Teamstatistik, während sich Up2race mit sechs Bestzeiten auf den vierten Platz verbessert hat. Bei den Siegen stehen beide Mannschaften nun bei jeweils sechs Erfolgen und haben damit Georg Motorsport auf dem dritten Rang überholt. Davor liegen in dieser Wertung nur noch KONRAD-Motorsport (18) und TOPCAR sport (11).

Ein Pflaster für Doppel: Auf dem Red Bull Ring geht es traditionell nur im Doppelpack. Groneck sicherte sich beide Poles und beide Siege. Im Vorjahr gingen ebenfalls beide Poles an einen einzigen Fahrer – damals Finn Niklas Wollnik (Georg Motorsport) – und beide Laufsiege an Mike Müller.

Verpasstes Sensationsfinish: Der Zieleinlauf mit 0,021 Sekunden Abstand zwischen Moritz Groneck und Alex Mohr wäre das zweitengste Finish im ADAC Tourenwagen Junior Cup gewesen, knapp vor dem Fotofinish aus dem Vorjahr zwischen Mike Müller und Julian Konrad (0,024 Sekunden). Die Zeitstrafe gegen Mohr änderte jedoch den offiziellen Vorsprung Gronecks auf 2,592 Sekunden. Der engste Zieleinlauf stammt nach wie vor dem Finale in Oschersleben aus 2021, als 0,015 Sekunden über Sieg und Platz zwei entschieden.

Meisterleistung im Qualifying
Bemerkenswerter Vorsprung: Satte 0,515 Sekunden nahm Groneck der Konkurrenz im Sonntags-Qualifying ab. Obwohl dieser Abstand nicht ganz für die Top 10 der größten Qualifying-Vorsprünge der Seriengeschichte reicht – hier haben in der Vergangenheit Wetterkapriolen und längere Strecken für größere Abstände gesorgt – ist dies unter regulären, trockenen Bedingungen ein außergewöhnlich deutlicher Vorsprung im ADAC Nachwuchscup.

Schnelle Qualis: Mit Durchschnittsgeschwindigkeiten von 134,32 km/h (Sonntag) und 133,09 km/h (Samstag) fuhr Moritz Groneck das neunt- und zehntschnellste Qualifying der Seriengeschichte. Finn Niklas Wollnik war im Vorjahr mit 135,19 km/h (Sonntag) und 134,77 km/h (Samstag) bei etwas kühleren Temperaturen noch einen Tick schneller. Die Rennen schafften es derweil nicht unter die Top 10 der Durchschnittsgeschwindigkeiten, was den Safety-Car-Phasen in beiden Läufen geschuldet war.

Neue Bestleistungen
Durchbruch: Noah Beckmann (Georg Motorsport) gelang mit zwei zweiten Plätzen an seinem erst dritten Rennwochenende das erste Podium gleich im Doppelpack. Am Sonntag tat es ihm Mattis Bachnick (drive.solutions) mit Platz drei gleich. Beide Nachwuchstalente genossen ihre ersten Duschen mit alkoholfreiem Champagner sichtlich. Besonders beachtlich: Beckmann stürmte im ersten Rennen von Startplatz zehn aus nach vorne.

Punkte in jedem Rennen: Nach der Nullrunde von Alex Mohr im Sonntagsrennen ist Beckmann nun der einzige Fahrer im gesamten Feld, der in jedem einzelnen Wertungslauf der ersten Saisonhälfte Meisterschaftspunkte eingefahren hat.

Persönliche Bestleistung: Luca Treusch (Tuma Motorsport) macht weiter spürbare Fortschritte. Nach seinem ersten Punktgewinn auf dem Nürburgring ließ er in Spielberg fünf weitere Zähler folgen. Mit Platz acht am Sonntag verbuchte er zudem die neue persönliche Bestleistung seiner noch jungen Karriere im Cup. Robin Böhm (Georg Motorsport) stellte derweil mit Platz sechs sein bisher bestes Ergebnis vom Sonntagsrennen auf dem Nürburgring ein.

0 oder 6: Ben Henschel (Georg Motorsport) erlebte eine statistisch interessante erste Saisonhälfte. Wenn er Punkte sammelte, dann stets auf dem siebten Platz, der sechs Zähler wert ist. Auf dem Red Bull Ring gelang „Racing Ben“ dieses Kunststück gleich zweimal; ein dritter siebter Platz steht aus dem Sonntagsrennen auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg in seinen Büchern.

Erste Punkte: Emely Abt (H&R Das Juniorteam! - PT Sports by Up2race) holte mit Platz neun am Sonntag ihre ersten Punkte im Automobilsport in ihrem erst sechsten Rennen überhaupt.