Moritz Groneck (H&R Das Juniorteam! - PT Sports by Up2race) holt sich den Sieg im Samstagsrennen auf dem Salzburgring in einem knappen Finish gegen Alex Mohr (TOPCAR sport) und Finn Niklas Wollnik (Georg Motorsport).
Für das Samstagsrennen des ADAC Tourenwagen Junior Cup auf dem Salzburgring ließ sich Petrus etwas ganz Besonderes einfallen: Im Vorfeld des Rennens am späten Nachmittag öffneten sich die Schleusen. Die aufziehende Sonne trocknete weite Teile der Strecke bis zum Start jedoch zügig ab, sodass die Hoosier-Rennslicks zum Einsatz kamen. Einige schattige Abschnitte blieben jedoch tückisch feucht und forderten den Youngstern am Steuer alles ab.
Schon die Auftaktphase verlief hochdramatisch: Während an der Spitze Groneck seine Pole Position behauptete, die er im Zeittraining mit einem neuen Streckenrekord von 1:40.252 Minuten herausgefahren hatte, schlugen dahinter die schwierigen Bedingungen gnadenlos zu.
In der Nocksteinkehre kam es zu einer Berührung zwischen Lynn Neuhaus (TOPCAR sport) und Emely Abt (H&R Das Juniorteam! - PT Sports by Up2race), die das Rennen für die Allgäuerin vorzeitig beendete. Nur wenige Sekunden später legte Marcel Sarnowski (FAR-Performance) einen spektakulären Hochgeschwindigkeitsdreher in der berüchtigten Fahrerlagerkurve hin, konnte die Fahrt aber fortsetzen, was sich für ihn auszahlen sollte. Zur Bergung des Fahrzeugs von Abt rückte das Safety-Car auf die Piste.
Spitzensextett setzt sich ab
Nach dem Re-Start formierte sich an der Spitze eine geschlossene Sechsergruppe unter der Regie von Groneck und Mohr, in der auch Lennard Zerbe (Tuma Motorsport), Ben Henschel (Georg Motorsport), Wollnik und der einmal mehr stark aufspielende Hannes Ueberfeldt (H&R Das Juniorteam! - PT Sports by Up2race) das Tempo mitgingen.
Dieses Sextett arbeitete im Windschatten vorbildlich zusammen und setzte sich sukzessive vom restlichen Feld ab. Zunächst war es lediglich Wollnik, der Dynamik in die Formation brachte, indem er sich von Position fünf auf den dritten Rang nach vorne schob. Das sollte sich als entscheidender Schachzug erweisen, denn drei Runden vor Schluss riss die Gruppe im Kampf um die Podestplätze auseinander.
Groneck, Mohr und Wollnik machten den Triumph letztlich unter sich aus. Zu einem entscheidenden Angriff kam es auf den letzten Metern zwar nicht mehr, doch das Trio überquerte die Ziellinie Stoßstange an Stoßstange: Groneck rettete einen Hauch von 0,147 Sekunden Vorsprung auf Mohr über den Zielstrich, Wollnik folgte weitere 0,266 Sekunden dahinter auf Rang drei.
Zerbe gewinnt Kampf in Verfolgergruppe
Der Kampf im Verfolgerfeld stand dem Spitzentrio in nichts nach. In den letzten beiden Runden schenkten sich die Nachwuchstalente in Rad-an-Rad-Duellen keinen Zentimeter. Zerbe behielt in diesem Schlagabtausch das bessere Ende für sich und sicherte sich Rang vier mit 0,301 Sekunden Vorsprung auf Henschel, während Ueberfeldt weitere 0,244 Sekunden dahinter als Sechster ins Ziel schoss.
Auf Platz sieben reihte sich Tabellenführer Linus Parbel (KONRAD-Motorsport) ein. Von Startplatz zehn aus gestartet, musste sich der Westerwälder erst durch die Verfolgergruppe arbeiten. Als ihm das gelang, war das Führungssextett uneinholbar entflohen. Parbel behauptete sich im Duell gegen Noah Beckmann (Georg Motorsport), der wegen einer nachträglichen Zeitstrafe auf Rang zehn zurückfiel.
Erste Punkte für Sarnowski
Dahinter überschlugen sich in der Schlussrunde die Ereignisse: Luca Treusch (Tuma Motorsport), Mattis Bachnick (drive.solutions) und Moritz Mohr (TOPCAR sport) strandeten allesamt kurz vor dem Ziel. Den achten Platz hätte sportlich Lynn Neuhaus geerbt, doch die Schweizerin erhielt für die Startkollision eine Zeitstrafe, die sie auf Platz elf zurückwarf.
So rückte Robin Böhm (Georg Motorsport) im offiziellen Klassement auf Rang acht vor. Dahinter feierte Marcel Sarnowski als Neunter ein gelungenes Ergebnis und verbuchte seine allerersten Meisterschaftspunkte im ADAC Nachwuchscup.
Am Sonntag steht bereits um 08:40 Uhr das zweite Zeittraining auf dem Programm. Um 11:35 Uhr fällt schließlich die Startfreigabe für das zweite Rennen, das das Highspeed-Wochenende im Rahmen des ADAC GT Masters abrundet. Die Entscheidung wird wie gewohnt im kostenlosen Livestream auf dem YouTube-Kanal ADAC Motorsports übertragen.

