Der ADAC Tourenwagen Junior Cup hat die Saison 2026 auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg erfolgreich eröffnet. Ein Blick auf die Statistik unterstreicht die enorme Leistungsdichte und den Erfolg des Nachwuchskonzepts: Zahlreiche Rookies fuhren auf Anhieb in die Punkte, während an der Spitze neue Gesichter ihre ersten Erfolge feierten.
Durchbruch: Alex Mohr (TOPCAR sport) war zweifellos der dominierende Mann des Saisonauftakts. Der 16-Jährige feierte ein perfektes Wochenende und trug sich gleich mehrfach in die Geschichtsbücher der Serie ein:
20. Polemann: Mit seiner Bestzeit im ersten Qualifying ist Mohr der exakt 20. Pilot in der Historie des ADAC Tourenwagen Junior Cup, dem eine Pole-Position gelang. In der ewigen Bestenliste bringt ihn das auf Platz sieben. Nick Hancke, Paul Hahn und Storm Gjerdrum gelang im ADAC Nachwuchscup ebenfalls eine Pole Position.
16. Sieger: Mit seinem fulminanten Doppelsieg trug er sich als 16. Pilot in die ewige Siegerliste der Serie ein. Mit seinen zwei Erfolgen katapultierte sich der Youngster, der traditionell mit einem Plüschfrosch als Glücksbringer im Cockpit antritt, auf Anhieb auf Platz sechs der ewigen Bestenliste. Diesen teilt er sich mit Florian Vietze, Tim Rölleke, Leonard Heidegger und Nick Hancke.
Polesammler: Finn Niklas Wollnik (Georg Motorsport) sicherte sich am Sonntag seine bereits dritte Pole-Position im Cup. Damit rangiert er in der ewigen Bestenliste nun gleichauf mit Tim Rölleke und Fabio Rauer auf dem fünften Platz.
Neue Bestleistungen en masse
Podium-Premieren: Gleich drei Piloten durften am Hockenheim-Wochenende zum ersten Mal in ihrer Karriere Edelmetall im ADAC Nachwuchscup entgegennehmen. Matti Klasen (KONRAD-Motorsport) erwies sich dabei als Musterbeispiel an Konstanz. Nach Platz drei am Samstag legte er am Sonntag mit Rang zwei nach und schraubte seine persönliche Bestleistung direkt weiter nach oben.
Linus Parbel (KONRAD-Motorsport) schrammte am Samstag in seinem erst fünften Rennen im Cup als Zweiter nur hauchdünn am Sieg vorbei; im Ziel trennten ihn lediglich 0,682 Sekunden von Gewinner Mohr.
Lennard Zerbe (Tuma Motorsport) fuhr im Sonntagsrennen auf den dritten Platz und durfte sich damit über seinen ersten Pokal in seinem erst sechsten Rennen freuen. Er machte sich damit das perfekte vorzeitige Geschenk zum 18. Geburtstag, den er am 18. Mai feierte.
Bärenstarker Einstand: Mit Startplatz vier und demselben Platz im anschließenden Rennen gab Mika Delkus (KONRAD-Motorsport) bei seinem Debüt gleich eine Kostprobe seines Talents ab. Im zweiten Rennen hatte er Pech, als er nach einer Berührung mit einem Konkurrenten vorzeitig aufgeben musste.
Zweimal Bestleistung: Lynn Neuhaus (TOPCAR sport) begeisterte mit der größten Steigerung gegenüber dem Vorjahr. In beiden Rennen kam die Schweizerin auf Platz fünf und verbesserte damit ihr persönlich bestes Ergebnis (P8 am Salzburgring 2025) und auch ihr Vorjahresergebnis in Hockenheim (P10 im zweiten Rennen) deutlich.
Einmal Bestleistung: Mattis Bachnik (drive.solutions), der erst sein zweites Rennwochenende nach einem Gaststart ebenfalls in Hockenheim 2025 absolvierte, holte mit Platz acht im Samstagsrennen ebenfalls sein persönlich bestes Resultat in seiner noch jungen Karriere.
Punkte beim Debüt: Neben Parbel gelangen auch Noah Beckmann und Robin Böhm (beide Georg Motorsport) die ersten Punkte direkt im ersten Rennen. Sie punkteten sogar in beiden Läufen. Ben Henschel (Georg Motorsport) verpasste am Samstag die Punkteränge noch um 0,145 Sekunden, dafür sammelte er am Sonntag mit Platz sieben seine ersten Zähler.
Konstant in den Punkten: David Gausmann (Georg Motorsport) debütierte 2025 beim Saisonfinale auf dem Nürburgring und wurde dort zweimal Neunter. Mit den Plätzen zehn und neun hielt er seine Punkteserie in Gang und glich sein persönlich bestes Ergebnis aus.
Tragischer Held: Bruno Görtz (Geparda Racing) hätte mit Platz zwei am Sonntag seinerseits sein erstes Podium feiern können, hätte nicht die fehlende Aufzeichnung seiner Incident Camera zur Disqualifikation geführt. Mit dem 21-Jährigen dürfte in der weiteren Saison noch zu rechnen sein.

