ZAHLEN UND FAKTEN ZUM RENNWOCHENENDE AUF DEM SALZBURGRING

Ein historischer zweiter „Grand Slam“, ein neuer Allzeit-Rundenrekord und maximale Hochspannung vor dem Saisonfinale: Zahltag nach dem Highspeed-Wochenende auf dem Salzburgring.

Zwei gewinnt: Der unumstrittene Star des Wochenendes war zum zweiten Mal in dieser Saison Moritz Groneck (H&R Das Juniorteam! - PT Sports by Up2race). Der 15-Jährige sicherte sich mit zwei Pole Positions sowie zwei Rennsiegen nach dem Red Bull Ring erneut die Maximalausbeute von 52 Zählern. Damit ist er der erste Pilot in der Geschichte des ADAC Nachwuchscups, dem ein solch perfektes Wochenende gleich zweimal gelang – und das innerhalb von nur acht Wochen – und zweimal in Österreich!

Packendes Finale: Durch diesen Doppelschlag dürfen sich die Fans auf einen packenden Dreikampf um die Meisterschaftskrone freuen. Alex Mohr (TOPCAR sport) reist mit 147 Punkten als Tabellenführer zum Finale an den Nürburgring vom 16. bis 18. Oktober, dicht gefolgt von Linus Parbel (KONRAD-Motorsport) mit 138 Zählern und Groneck mit 137 Punkten. Alle drei Kontrahenten haben es in den verbleibenden zwei Wertungsläufen in der Eifel selbst in der Hand, den Titel aus eigener Kraft einzufahren.

Gronecks Rekordrunden
Rekordbrecher I: Mit seiner Fabelzeit im Samstags-Qualifying stellte Moritz Groneck einen neuen Allzeitrekord für die schnellste offizielle Runde auf, die je mit einem der mit eFuel Racing 98 betriebenen VW up! GTI erzielt wurde. Seine Zeit von 1:40.252 Minuten auf dem 4,255 Kilometer langen Highspeed-Kurs bedeutete eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 152,79 km/h. Gleichzeitig fuhr er einen Vorsprung von 0,748 Sekunden auf den Zweitplatzierten heraus, was der neuntgrößte Vorsprung eines Polesetters in der Seriengeschichte ist.

Alten Rekord eingestellt: Im sonntäglichen Zeittraining brannte er im Anschluss auf die Tausendstelsekunde genau die Zeit von 1:40.465 Minuten in den Asphalt, die Mike Müller im Vorjahr aufgestellt hatte. Damit hält Groneck nun gemeinsam mit Müller auch den Richtwert für die zweitschnellste je im Cup absolvierte Runde: 152,47 km/h.

Rekordbrecher II: Damit nicht genug: Groneck hat mit seiner neunten Karriere-Pole nun den Allzeitrekord von Mike Müller eingeholt. Bemerkenswert ist, dass ihm das Kunststück in weniger als zwei Saisons gelungen ist, während Müller drei Jahre brauchte. Beim Finale in der Eifel kann sich Groneck in dieser Wertung nun als alleiniger Spitzenreiter verewigen. In der Teamwertung übernahm H&R Das Juniorteam! mit elf Poles den zweiten Rang von TOPCAR sport (zehn Poles). up2race schloss mit neun Bestzeiten dicht zu den Top-3 auf, während KONRAD-Motorsport mit 19 Poles weiterhin unangefochten an der Spitze thront.

Schnelle und spannende Rennen
Extreme Renngeschwindigkeiten: Obwohl in beiden Läufen das Safety-Car ausrücken musste, sortierten sich die beiden Rennen auf dem Salzburgring auf den Rängen zwei und drei der schnellsten Läufe ein. Am Samstag fuhr Sieger Groneck einen Schnitt von 137,38 km/h, am Sonntag 134,17 km/h. Das schnellste Rennen der Historie bleibt damit der Sonntagslauf in Spa-Francorchamps 2024, den Mike Müller mit einem Durchschnittstempo von 138,18 km/h gewann.

Hauchdünne Abstände: Auch die Windschattenschlachten hielten, was sie versprachen. Beide Läufe reihten sich in den Top-10 der engsten Zieleinläufe der Cup-Geschichte ein: Der Vorsprung von 0,147 Sekunden, den Groneck am Samstag auf Alex Mohr rettete, bedeutete den sechsengsten Einlauf der Historie. Die 0,165 Sekunden Abstand zwischen denselben Akteuren am Sonntag reichten für Rang acht in diesem Klassement.
Nahe am Rekord: Für Moritz Groneck ist ein weiterer Meilenstein greifbar nah. Die Rennsiege Nummer sieben und acht katapultierten den Youngster aus Melle auf den zweiten Platz der ewigen Siegerliste – gleichauf mit Leon Arndt. Lediglich Rekordsieger Mike Müller liegt mit neun Triumphen noch vor ihm.

Ausgleich in der Teamwertung: Für H&R Das Juniorteam! und up2race bedeutete der zweifache Erfolg von Groneck jeweils den achten Rennsieg der Teamgeschichte im ADAC Nachwuchscup. Beide Formationen zogen damit auf Rang drei mit Dörr Motorsport gleich. Davor rangieren weiterhin TOPCAR sport (11 Siege) sowie KONRAD-Motorsport (20 Siege).

Neue Bestleistungen
Erstes Podium:
Lediglich vier Rennstarts benötigte Hannes Ueberfeldt (H&R Das Juniorteam! - PT Sports by Up2race), um seine erste Podestplatzierung im Cup zu feiern. Mit Platz drei am Sonntag durfte der bisherige Simracer erstmals alkoholfreien Champagner verspritzen und unterstrich eindrucksvoll sein Talent.

Persönliche Bestleistungen: Marcel Sarnowski (FAR-Performance) fuhr am Samstag mit Rang neun seine ersten Meisterschaftspunkte ein – und das, obwohl er zuvor im Zweikampf nach einer Berührung einen Hochgeschwindigkeitsdreher wegstecken musste. Luca Treusch (Tuma Motorsport) verbuchte am Sonntag mit dem siebten Platz sein bislang bestes Resultat im Cup. Ben Henschel (Georg Motorsport) egalisierte zudem mit Rang fünf am Samstag sein erst kürzlich in Oschersleben aufgestelltes Bestergebnis.

Starke Kulisse: 10.000 Motorsportfans pilgerten an den Salzburgring und verfolgten die Action der Nachwuchsserie hautnah. Im hochkarätigen Rahmenprogramm des ADAC GT Masters bot die Naturrennstrecke den Nachwuchstalenten erneut die ideale Bühne in einem professionellen Umfeld.