Nach dem spektakulären Saisonauftakt auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg reist der ADAC Tourenwagen Junior Cup am kommenden Wochenende an eine der legendärsten Motorsport-Stätten der Welt: den Nürburgring. Eines steht bereits vor dem ersten Motorenstart fest: Das ADAC Racing Weekend wird eine extrem heiße Angelegenheit – sowohl auf der Rennstrecke als auch auf dem Thermometer.
Auf dem 5,137 Kilometer langen Grand-Prix-Kurs des Nürburgrings wartet das zweite Rennwochenende der Saison 2026 auf die ambitionierten Nachwuchstalente. Die anspruchsvolle Strecke in der Eifel mit ihren markanten Passagen wie dem Michael-Schumacher-S oder der Veedol-Schikane verlangt von den Junioren fahrerische Präzision auf allerhöchstem Niveau, da an vielen kritischen Stellen noch klassische Kiesbetten statt asphaltierter Auslaufzonen auf Fehler lauern.
Bestätigung und Wiedergutmachung
Das Rennwochenende steht ganz im Zeichen von Bestätigung und Wiedergutmachung. Moritz Groneck (H&R Das Juniorteam! - PT Sports by Up2race) ist im aktuellen Starterfeld der einzige Fahrer, dem bislang ein Sieg auf der geschichtsträchtigen Eifelstrecke gelungen ist. Der Youngster triumphierte dort beim Saisonfinale 2025.
Nachdem der diesjährige Auftakt in Hockenheim für ihn mit viel Rennpech verbunden war, bietet der Nürburgring nun die perfekte Bühne, um verlorenen Boden in der Meisterschaft wieder gutzumachen. Zusätzliche Motivation holte er sich vergangenes Wochenende im BMW M2 Cup am Lausitzring, in dem er direkt aufs Podium fuhr.
Doch die Konkurrenz kommt mit breiter Brust in die Eifel. Allen voran Alex Mohr (TOPCAR sport), der nach seinem perfekten Hockenheim-Doppelsieg erstmals als Gesamtführender anreist. Der Nürburgring wird zeigen, wie der 16-Jährige mit der neuen Drucksituation an der Tabellenspitze umgeht.
Ebenfalls mit einem großen Erfolgserlebnis im Rücken reist Matti Klasen (KONRAD-Motorsport) an, nachdem er beim Auftakt gleich zweimal auf dem Podest stand. Auch die Senkrechtstarter Mika Delkus und Linus Parbel (beide KONRAD-Motorsport) wollen ihre starke Form in der Eifel bestätigen, ebenso wie die Schweizerin Lynn Neuhaus (TOPCAR sport), die nach ihren konstanten Top-Leistungen als Meisterschaftsdritte an den Ring reist.
Während Lennard Zerbe (Tuma Motorsport) nach seinem ersten Podiumsplatz in Hockenheim Blut geleckt hat, brennt Bruno Görtz (Geparda Racing) auf zählbare Ergebnisse. Der Fahrer und Teamchef in Personalunion hatte im Sonntagsrennen das Ziel als umjubelter Zweiter gekreuzt, verlor das Podium jedoch durch eine nachträgliche Disqualifikation aufgrund einer fehlenden Incident Camera. Er wird alles daran setzen, dass die fahrerische Leistung diesmal auch durch ein entsprechendes Resultat belohnt wird.
Ebenfalls auf Wiedergutmachung aus ist Finn Niklas Wollnik (Georg Motorsport), der das Rennglück in Hockenheim nach unverschuldeten Berührungen nicht auf seiner Seite hatte.
Sahara-Wetter in der Eifel
Das Rennwochenende in der Eifel bildet gleichzeitig den Auftakt zu einem intensiven und extrem kompakten Rennmarathon: Insgesamt stehen für die Nachwuchspiloten nun drei Veranstaltungen innerhalb von nur vier Wochen auf dem Programm.
Und heiß wird dieser Sommer im wahrsten Sinne des Wortes schon beim ersten Zwischenstopp. Die Meteorologen prognostizieren für das Wochenende Temperaturen von bis zu 35 Grad Celsius. In den Cockpits der 150 PS starken, mit nachhaltigem eFuel Racing 98 betriebenen VW up! GTI wird das Thermometer damit noch einmal deutlich höher klettern.
Für die Juniorinnen und Junioren bedeutet das eine extreme physische und mentale Herausforderung, bei der Kühlung und Kondition rennentscheidend sein werden. Verlassen können sie sich dabei auf die neue Spezifikation der Hoosier-Reifen, die selbst bei über 50 Grad Asphalttemperatur optimalen Grip garantieren. Wer bei dieser extremen Hitze einen kühlen Kopf bewahrt, legt den Grundstein für die kommenden, wichtigen Wochen der Meisterschaft.
Zeitplan Nürburgring (26.-28. Juni)
Freitag, 16:50 - 17:20 Uhr: Freies Training
Samstag, 08:10 - 08:30 Uhr: 1. Qualifying
Samstag, 14:20 - 14:45 Uhr: 1. Rennen
Sonntag, 09:20 - 09:40 Uhr: 2. Qualifying
Sonntag, 14:55 - 15:20 Uhr: 2. Rennen

