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Pionierarbeit: Der ADAC Tourenwagen Junior Cup ist die erste Rennserie mit synthetischem Benzin
Der ADAC Tourenwagen Junior Cup leistet seit 2024 Pionierarbeit: Die Serie ist deutschlandweit die erste und einzige, in der alle Rennfahrzeuge mit synthetischem Benzin betankt werden. Synthetische Kraftstoffe, sogenannte eFuels, gelten als fester Bestandteil im Kraftstoffmix der Zukunft. Der ADAC Tourenwagen Junior Cup macht es schon heute vor: Seit der Saison 2024 werden die 150 PS starken VW up! GTI mit diesem Kraftstoff angetrieben.
„Der ADAC übernimmt beim Thema Nachhaltigkeit im Motorsport auch in der Nachwuchsförderung eine Vorreiterrolle. Der Einsatz von eFuels im ADAC Tourenwagen Junior Cup ist wegweisend und setzt Impulse. So können Nachwuchstalente die Akzeptanz dieser Technologien fördern und schon zu Beginn ihrer Karriere den Motorsport als Innovationstreiber für die Serienentwicklung präsentieren“, sagt Thomas Voss, Leiter ADAC Motorsport.


Der Kraftstoff wird von CAC Engineering produziert und wird seit 2024 vom eFuels Forum zur Verfügung gestellt. Ziel des Zusammenschlusses von rund 60 mittelständischen Unternehmen aus der Energie- und Logistikbranche ist es, die Öffentlichkeit über synthetische Kraftstoffe zu informieren. eFuels erfordern keine Umbauten am Kraftstoffsystem und sind mit Bestandsfahrzeugen problemlos kompatibel. „Durch die Verwendung von eFuels können die CO2-Neuemissionen im Motorsport im Vergleich zu fossilem Kraftstoff deutlich reduziert werden. Damit demonstriert der ADAC Tourenwagen Junior Cup schon heute die Einsatzfähigkeit von synthetischen Kraftstoffen“, sagt Sven Schökel, Projektingenieur im eFuels Forum.
Die Nachwuchsserie ist dabei eine ideale Plattform, um die Einsatzfähigkeit von eFuels zu beweisen: „Wir haben uns bewusst für eine Nachwuchsliga entschieden, um zu zeigen, dass es sich bei eFuels nicht um ein Produkt für die Elite handelt, sondern um eine bezahlbare und zukunftsweisende Technologie, die sich auf verschiedenen Ebenen umsetzen lässt“, erklärt Schökel und ergänzt: „Außerdem präsentieren wir uns einer jungen Generation, um zu zeigen, dass sich Verbrennungsmotoren problemlos mit synthetischen Kraftstoffen betreiben lassen. Zudem ist der VW up! GTI ein sehr kraftstoffeffizientes Rennfahrzeug, das sich für diese Zwecke hervorragend eignet.“
Im Motorsport sind eFuels bereits angekommen, unter anderem werden beim ADAC Ravenol 24h-Rennen auf dem Nürburgring mehrere Fahrzeuge mit synthetischem Kraftstoff betankt. In der Superbike-Weltmeisterschaft setzt BMW ab Werk auf eFuels. Der ADAC Tourenwagen Junior Cup zeigt nun als erste Serie, dass Motorsport auch an der Basis und mit einer ganzen Rennserie mit eFuels problemlos möglich ist.
Der ADAC setzt sich für die Defossilisierung des Straßenverkehrs ein und fordert dabei Technologieoffenheit. Der Motorsport fungiert dabei als Motor und Katalysator des Fortschritts, von dem letztlich alle profitieren. Der ADAC Tourenwagen Junior Cup wird auch 2026 mit eFuels betrieben werden.

