Es wird ernst im ADAC Tourenwagen Junior Cup: Auf dem Highspeed-Kurs des Salzburgrings wird sich entscheiden, wer beim großen Saisonfinale auf dem Nürburgring noch intakte Chancen auf die Meisterschaftskrone besitzt.
Zum zweiten Mal gastiert der ADAC Nachwuchscup im Rahmen des ADAC GT Masters auf dem unverwechselbaren Salzburgring – der schnellsten Strecke, die die mit eFuel Racing 98 betriebenen VW up! GTI je unter die Räder genommen haben. Bereits 2025 wurden hier diverse Serien-Rekorde mit Durchschnittsgeschwindigkeiten jenseits der 150 km/h aufgestellt. Diese Richtwerte könnten in dieser Saison mit der neuen Generation der Hoosier-Rennslicks noch einmal fallen.
Auf dem schnellen Kurs in Österreich, der aufgrund seiner Charakteristik viel taktisches Geschick in den Windschattenschlachten im Rennen erfordert, fällt die Vorentscheidung, wer mit Titelchancen in das Finalwochenende der sechsten Saison des ADAC Tourenwagen Junior Cup geht.
Drei verschiedene Ausgangspositionen im Titelkampf
Linus Parbel (KONRAD-Motorsport; 128 Punkte) reist nach seinem fulminanten Doppelsieg in der Motorsport Arena Oschersleben als Tabellenführer an. Für den 15-Jährigen sind die Windschattenspiele in Salzburg jedoch Neuland, während seine direkten Kontrahenten bereits auf Vorerfahrungen aus der vergangenen Saison zurückgreifen können.
Sein erster Verfolger nach Punkten ist Alex Mohr (TOPCAR sport; 111 Punkte), der nach einem bitteren Ausfall im Sonntagsrennen in Oschersleben auf Wiedergutmachung brennt. Mit 17 Zählern Rückstand ist für den Hessen noch alles drin. Er weiß, dass er nach zwei Nullrunden in den letzten drei Läufen schnellstmöglich zu seiner gewohnten Konstanz zurückfinden muss.
Voll auf Angriff schaltet derweil Moritz Groneck (H&R Das Juniorteam! - PT Sports by Up2race; 85 Punkte). Nach einem schwierigen Wochenende in Oschersleben ist sein Rückstand auf die Spitze auf 43 Punkte angewachsen. Der fünffache Polesetter und dreimalige Laufsieger der laufenden Saison will jetzt bei allen noch ausstehenden Rennen den Sieg, seine Titelchancen sind jedoch auch vom Abschneiden der Spitzenreiter Parbel und Mohr abhängig.
Drei Fahrer punktgleich
Hinter den Top-3 lauert ein punktgleiches Trio mit jeweils 70 Zählern: Während für Noah Beckmann (Georg Motorsport) und Mika Delkus (KONRAD-Motorsport) das taktische Windschattenfahren auf den endlosen Geraden Neuland ist, kennt Finn Niklas Wollnik (Georg Motorsport) den Salzburgring bereits aus dem Vorjahr.
Für Beckmann war Österreich bislang ein gutes Pflaster – auf dem Red Bull Ring fuhr er zweimal auf den zweiten Platz, ehe ihm in Oschersleben ein rabenschwarzes Wochenende dazwischenkam. Delkus will an seine Topform vom Nürburgring anknüpfen, wo er gleich zweifach auf das Podium kletterte. Wollnik reist wiederum mit reichlich Rückenwind an, nachdem er in der Magdeburger Börde sein bisher stärkstes Wochenende der Saison absolviert hat.
Dasselbe gilt für eine ganze Reihe von Fahrern, angeführt von Mattis Bachnik (drive.solutions) mit zwei Podiumsplätzen über Robin Böhm (Georg Motorsport) und Ben Henschel (Georg Motorsport) bis hin zu Emely Abt (H&R Das Juniorteam! - PT Sports by Up2race), die in der Motorsportarena ihren bisher klar stärksten Auftritt hatte.
Rückkehrer und Rookies
Abt ist diesmal nicht die einzige Pilotin im Feld: Lynn Neuhaus (TOPCAR sport) kehrt nach ihrer unfreiwilligen Pause mit einem neu aufgebauten Fahrzeug zurück und will dort anknüpfen, wo sie zu Beginn der Saison aufgehört hat. Zudem nehmen mit Moritz Mohr (TOPCAR sport) und Hannes Ueberfeldt (H&R Das Juniorteam! - PT Sports by Up2race) zwei der Debütanten aus Oschersleben auch die schnelle Piste im Salzburgerland unter die Räder.
Zeitplan Salzburgring:
Freitag, 14:25 – 14:55 Uhr: Freies Training
Samstag, 11:25 – 11:45 Uhr: 1. Zeittraining
Samstag, 16:35 – 17:00 Uhr: 1. Rennen
Sonntag, 08:40 – 09:00 Uhr: 2. Zeittraining
Sonntag, 11:35 – 12:00 Uhr: 2. Rennen

