ESPORTS: SALZBURGRING – DIE SCHNELLSTE STRECKE IM KALENDER STEHT AN

Auf dem Salzburgring feiert die Premierensaison des ADAC Tourenwagen Junior Cup Digital ihre Halbzeit. Ein schwerer Gasfuß allein wird auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke nicht reichen; gewinnen wird, wer im taktischen Windschattenspiel die klügsten Entscheidungen trifft.

Ohne den Sog des Vordermanns wird hier nichts gehen: Bei der vierten Runde der Simracing-Serie des ADAC Tourenwagen Junior Cup ist Köpfchen gefragt. Die Zuschauer im Livestream dürfen sich auf spektakuläre Duelle freuen, bei denen aktuell noch völlig offen ist, welche Position auf der Strecke eingangs der letzten Runde die besten Karten verspricht.

Den Salzburgring haben die Fahrer des realen ADAC Tourenwagen Junior Cup bereits bei ihrer Premiere ins Herz geschlossen. Mit Durchschnittsgeschwindigkeiten jenseits der 150 km/h ist er die schnellste Strecke im Kalender.

Die besondere Charakteristik macht es spannend: Auf dem langen Bergaufstück der Gegengeraden wird der Windschatten über Sieg und Niederlage entscheiden. Doch welche Position ist die strategisch beste? Das wird maßgeblich davon abhängen, welche Fahrzeuge sich im Finale den Kampf liefern. Bei Teamkollegen, die zusammenarbeiten, könnte eine andere Taktik ideal sein als bei einem Aufeinandertreffen mehrerer Einzelkämpfer.

Genau diese Unberechenbarkeit macht den Reiz der 4,255 Kilometer langen Strecke im Salzburgerland aus. Alles ist möglich, da Timing und Taktik hier schwerer wiegen als auf jeder anderen Strecke im Kalender.

Spektakuläre Kurven warten
Das bedeutet jedoch nicht, dass kein hoher Grundspeed benötigt wird. In den legendären Kurven wie der Nocksteinkehre und der Fahrerlagerkurve werden Mut und Feingefühl am Lenkrad des 150 PS starken VW up! GTI belohnt.

Angelo Michel reist als Tabellenführer an, da er in der Wertung der Simracer bisher ungeschlagen ist. Allerdings hat sich im Kampf um die Gesamtsiege zuletzt Leon Hasenkamp (Lübbecker Automobil Club e.V. im ADAC) mit einem Hattrick in die Favoritenrolle gefahren.

Hasenkamp, der in der Realität im Rallyesport beheimatet ist, beherrschte die virtuelle Rundstrecke zuletzt nach Belieben. Auf dem Red Bull Ring sicherte er sich im ersten Rennen einen Sieg mit einem Rekordvorsprung von fast zehn Sekunden.

Maurice Brinkmann (ADAC Westfalen) war als bisher stärkster Realfahrer im Feld auf dem Red Bull Ring als einziger in der Lage, das Tempo von Hasenkamp mitzugehen. Da sich beide oft gemeinsam vorbereiten, ist eine Kooperation des Duos in den Windschattenspielen des Salzburgrings nicht auszuschließen.

Auch Dean Olbrich (MSC Oschersleben e.V.) und Finn Grube (AMC Ingelheim Eagles eSports) sind nach ihren jüngsten Podiumsplätzen hungrig auf den ersten Saisonsieg. Gleichzeitig wird Jan Noller (Noller Racing) versuchen, seine Pechsträhne zu beenden, nachdem er sowohl am Nürburgring als auch am Red Bull Ring unverschuldet in Berührungen verwickelt war, die ihn um gute Ergebnisse brachten.

Die Action wird wie gewohnt im Livestream auf dem YouTube-Kanal ADAC eSports übertragen. Am Mikrofon begleitet Streckensprecher Jörg Hennig das Geschehen. Start ist am Mittwoch, den 28. Januar, um 19:25 Uhr.