ALEX MOHR: MIT KONTANZ AN DIE SPITZE

Konstanz ist im Motorsport oft der Schlüssel zum Titel. Wenn es danach geht, ist Alex Mohr einer der heißesten Anwärter auf die vorderen Plätze im ADAC Tourenwagen Junior Cup 2026. Nach Gesamtrang fünf in der Saison 2025 peilt der 16-Jährige aus Hofheim am Taunus nun das Meisterschafts-Podium an.

Die Bilanz von Alex Mohr im vergangenen Jahr liest sich wie ein Musterbeispiel für Zuverlässigkeit: In fast jedem Rennen klopfte er an die Tür zu den Top 5. Er ist neben Meister Julian Konrad und Finn Niklas Wollnik der einzige Fahrer, der in jedem Rennen Punkte geholt hat. Der verdiente Lohn folgte auf seiner erklärten Lieblingsstrecke, dem Salzburgring, wo er mit Platz drei sein erstes Podium im Automobilsport feierte.

„Die Windschattenspiele und die anspruchsvollen Bremspunkte dort liegen mir einfach“, erklärt der Wiesbadener, der das fahrerische Limit im 150 PS starken VW up! GTI ohne elektronische Helfer sichtlich genießt.

Ein Mechaniker hinter dem Lenkrad
Anders als viele Konkurrenten, bei denen das Fahren im Fokus steht, ist der Pilot vom KV Oppenrod doppelgleisig unterwegs. Auch nach seinem Aufstieg in den Tourenwagensport blieb er dem Kartsport treu – allerdings oft mit dem Schraubenschlüssel in der Hand.

Als Mechaniker ist er national und international im Einsatz und bringt daher ein großes technisches Verständnis mit, wodurch er in den Workshops des ADAC Tourenwagen Junior Cup mit den technischen Experten aus dem weiten Kreis des ADAC oft auf Augenhöhe reden kann. Diese Akribie spiegelt sich in seinem Fahrstil wider: Präzise, fehlerfrei und taktisch klug. Mohr leistet sich kaum Fehler, ist selten in Kontroversen verwickelt und doch immer zur Stelle, wenn es drauf ankommt.

Trotz aller Professionalität darf eine Prise Aberglaube nicht fehlen. In seinem Rennwagen, den er liebevoll „Eric“ getauft hat (eine Hommage an seinen früheren Kart-Teamchef Eric Verdaassdonk), fährt immer ein besonderer Beifahrer mit: sein Glücksbringer, ein Plüschfrosch.

Ziel: Le Mans und die Weltbühne
Mohr nutzt den ADAC Tourenwagen Junior Cup als fundamentale Ausbildung. „Ein Auto komplett ohne Fahrhilfen ist der richtige Weg, um die Grundlagen des Rennfahrens perfekt zu lernen“, sagt er.

Sein Blick ist dabei fest auf die Langstrecke gerichtet. Mit Vorbildern wie Lewis Hamilton und Porsche-Legende Timo Bernhard, der ihn fördert, lautet sein Zukunftsplan: Porsche Carrera Cup und anschließend der Sprung in den GT3-Sport. Das Endziel ist die Weltbühne – die WEC und die IMSA-Serie in Nordamerika.

Schwitzen für den Erfolg
Spaß, Professionalität und guter Wettbewerb charakterisieren für ihn den ADAC Nachwuchscup. Um dafür gut gerüstet zu sein, überlässt der leidenschaftliche Sportler auch abseits der Strecke nichts dem Zufall. Ob auf dem Rennrad, dem Tennisplatz oder im Winter bei intensiven Einheiten im Sim-Racing – Mohr arbeitet ständig an seiner Performance.

Nach dem fünften Gesamtrang im Vorjahr ist die Zielsetzung für 2026 klar definiert: Alex Mohr will unter die Top 3 der Meisterschaft. Wer ihn und seinen VW up! GTI „Eric“ im Rückspiegel hat, weiß: Dieser Fahrer macht keine Fehler – und er wird jede Chance nutzen, um auf das Treppchen zu fahren.